Weiterbildung zum systempädagogischen Berater "Mit zwei Familien leben"



 

"Mit zwei Familien leben"
ist ein Konzept für den Bereich der familiären Fremderziehung, das von Enamaria Weber-Boch in ihrer langjährigen Erfahrung und Praxis im Bereich der familiären Fremderziehung entwickelt und erprobt wurde.

 

Die Zielsetzung der Weiterbildung:

Die Weiterbildung bietet sowohl Pflege- und Adoptiveltern als auch Erziehungs-und Beratungspersonen aus der professionellen Fremderziehung sehr gute Grundlagen ein fremdes Kind zu begleiten und zu erziehen. Das Konzept, „Mit zwei Familien leben" orientiert sich an der Praxis und zeigt ganz neue Sichtweisen auf die Problematiken der familiären Fremderziehung. Ziel der Weiterbildung ist es, eingehend die Situation von Heim- und Pflegekindern, die Lebenssituation abgebender Eltern und die Aufgabenstellung von Heim- und Pflegefamilien bzw. Erziehungsstellen zu beleuchten. Die Teilnehmenden werden befähigt, ihre Handlungskompetenzen für den Fachbereich der familiären Fremderziehung zu erweitern. Es werden Wissenszusammenhänge und ganz praktische Methoden und Übungen vermittelt, die in der Erziehung und Begleitung eines Fremduntergebrachten Kindes sehr hilfreich und nützlich sind.


Die Zielgruppe:

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der stationären und ambulanten Erziehungshilfe. Einrichtungsleitungen, Erziehungsleitungen, Elternberater und Berater der professionellen Erziehungshilfe. Erziehungspersonen, die als Erziehungsstellen, Sonderpflegestellen oder Heimeltern tätig sind.
Berater und Beraterinnen für Pflege- und Adoptiveltern, sowie Menschen, die als Adoptiv- und Pflegeeltern ein Kind in ihrer Familie aufnehmen wollen oder aufgenommen haben.

Zertifikat:
Systempädagogischer Berater „Mit zwei Familien leben"

Inhalte der Weiterbildung:

Die Grunddynamiken der familiären Fremderziehung aus systemischer Sicht.

  • Bindungstheoretische und systemtheoretische Aspekte für den Bereich der familiären Fremderziehung.
  • Problemstellungen die die Eltern-Kind-Beziehung überschatten. 
  • Systemische Verstrickungen, die in der Eltern-Kind-Interaktion entstanden sind.
  • Beziehungsstörungen bei Kindern, die schwer vernachlässigt wurden. 
  • Traumatische Gewalterfahrungen, die manch Fremduntergebrachtes Kind mitbringt.
  • Das tragende Band in der familiären Fremderziehung.
  • Die Aufgaben und Herausforderungen der sozialen Bezugspersonen.

Erzieherische Qualitätsstandards für Kinder in Fremderziehung

  • Halt gebende und schützende Rahmenbedingungen,
  • Grenzen geben Sicherheit
  • Grundlegende Orientierung und Informationen.
  • Zwei Familien - zwei Wertesysteme - zwei Gewissen.
  • Die verschiedenen Phasen des Bindungsprozesses.
  • Unsicheres Bindungsverhalten
  • Kinder, die Bindung vermeiden.
  • Umgang mit Kindern mit traumatischen Erfahrungen
  • Die Ressourcen der Kinder erkennen und stärken.

Eltern stärken und Kinder entlasten.

  • Die Erziehungs- und Lebenssituation der Eltern
  • Anerkennung und achtender Austausch der Elternpaare.
  • Angemessener Eltern-Kind-Kontakt.
  • Eltern, ressourcenorientiert beraten und angemessen integrieren.
  • Den Eltern Elternverantwortung zumuten.
  • Umgang mit Schuld
  • Dem Kind die Eltern zumuten.

Umgang mit dem Projektionsgeschehen in der familiären Fremderziehung.

  • Übertragung und Gegenübertragung in der familiären Fremderziehung.
  • Übertragung aus systemischer Sicht.
  • Machtkämpfe unterbrechen und das Kind in die Liebe führen. 
  • Selbstreflexion als Ressource.
  • Tragende Haltungen für den Fremderziehungsprozess.


Ort
:
Bahnhofstr. 103a
33803 Steinhagen 


Dozenten:
Enamaria Weber-Boch, Iris Pinkepank, Ursula Grothues

Kosten und Dauer:
1433,- €, zahlbar in mtl. Raten
5 Seminare innerhalb eines Jahres

Termine für 2012 und 2013:

1. Seminar: SA/SO 05/06. Mai 2012
2. Seminar: SA/SO 23/24. Juni 2012
3. Seminar: SA/SO 28/29. September 2012
4. Seminar: SA/SO 24/25. November 2012
5. Seminar: SA/SO 26/27. Januar 2013